Verwenden Sie die richtige Mikropipette?

Verwenden Sie die richtige Mikropipette?

Direktverdrängungspipette vs. Luftverdrängungspipetten
Direkt-Verdrängungspipette: Die Plastikspitze enthält einen integrierten Kolben | Luftverdrängungspipette: Das Volumen der verdrängten Luft entspricht dem ausgewählten Aspirationsvolumen

Zuverlässige Ergebnisse

Um den Erfolg eines Experiments zu garantieren, verlassen sich Wissenschaftler auf Pipetten, die exakt arbeiten und reproduzierbare Ergebnisse liefern. Beachten Sie folgende Faktoren, um Ihre Pipettierergebnisse zu verbessern:

 

Physikalische Eigenschaften der Flüssigkeit: Allgemein gibt es bei Flüssigkeiten drei Hauptkategorien: wässrige, viskose und flüchtige Flüssigkeiten. Die meisten Flüssigkeiten sind wässriger Natur - hier sind Luftverdrängungspipetten die erste Wahl. Obwohl ein Großteil der Flüssigkeiten sehr gut mit dieser Pipettenart bearbeitet werden kann, sollten Sie, wenn Sie mit sehr dickflüssigen oder flüchtigen Flüssigkeiten arbeiten, eine Direktverdrängungspipette in Betracht ziehen. Unabhängig von der Art der Flüssigkeit, ist eine korrekte Pipettiertechnik unerlässlich, um exzellente Ergebnisse mit Luftverdrängungspipetten zu erzielen.

 

Definition der Genauigkeit und Präzision
Definition der Genauigkeit und Präzision. Genauigkeit: Systematischer Fehler (Wie nah liegt der tatsächlich gemessene Wert an dem Zielwert? Kann korrigiert werden) | Präzision: Zufälliger Fehler (Mass der Reproduzierbarkeit; kann nicht korrigiert werden)

Genauigkeit und Präzision: Genauigkeit und Präzision sind die wichtigsten Faktoren, die Pipettierergebnisse beeinflussen.

Für eine maximale Pipettierzuverlässigkeit empfehlen wir Ihnen, folgende Kriterien zu beachten:

  1. Übertragenes Volumen: Als Faustregel sollten Sie immer die kleinste Pipette auswählen, mit der das benötigte Volumen bearbeitet werden kann. Dies ist sehr wichtig, da die Genauigkeit abnimmt, wenn die verwendete Flüssigkeitsmenge nahe dem Volumen der Mindestkapazität der Pipette liegt. Wenn Sie zum Beispiel 50 µl mit einer 5000-µl-Pipette übertragen bzw. dosieren, erhalten Sie recht schlechte Ergebnisse. Die Verwendung einer 300-µl-Pipette wird Ihnen vergleichsweise bessere Ergebnisse liefern, während eine 50-µl-Pipette die ideale Wahl ist.  
     
  2. Einfache Kalibrierung: Ihre Mikropipette sollte leicht zu kalibrieren sein. Einige elektronische Pipetten verfügen daher über nützliche Funktionen, wie etwa die Einstellung einer Kalibrierungs-Erinnerung oder die Speicherung der Kalibrierungsdaten.
     
  3. Feststellung des eingestellten Volumens: Das bei traditionellen manuellen Pipetten eingestellte Volumen kann sich während des Pipettierens durch unbeabsichtigte Drehungen oder Bewegungen des Kolbens verändern. Um dem entgegenzuwirken haben einige Pipettenhersteller eine Art der Volumeneinstellung entworfen, die diese unbemerkten Volumenveränderungen während des Pipettierens verhindern.
     
  4. Hochqualitative Pipetten und Pipettenspitzen: Kommt es vor, dass sich Ihre Pipettenspitzen manchmal lockern, tropfen oder gar abfallen? Dies ist ein häufiges Problem in Laboren, verursacht durch die Verwendung von universellen Pipettenspitzen. Diese Spitzen benötigen ein „Aufhämmern“, das den Ring der Pipettenspitze ausdehnt. Dies kann zu undichten und falsch ausgerichteten Spitzen führen oder sogar zum vollständigen Abfallen der Spitze von der Pipette während des Pipettiervorgangs. Die Auswahl einer Mikropipette, die zusammen mit der entsprechenden Spitze entwickelt wurde, garantiert eine sichere Verbindung, und Spitzen, die nicht auslaufen oder abfallen.
     
  5. Farbcodierte Pipetten und Pipettenspitzen: Die Farbcodierung hilft Ihnen dabei, die richtige Spitze für Ihre Pipette auszuwählen.

Erfahren Sie hier mehr über die INTEGRA-Pipettiersysteme.

Übertragung von Röhrchen in Platten mit Hilfe einer VOYAGER-Pipette
Übertragung von Röhrchen in Platten mit Hilfe einer VOYAGER-Pipette

Effizienz

Bei Arbeitssituationen mit hohem Durchsatz ist es wichtig, so effizient wie möglich zu arbeiten, während der Pipettiervorgang gleichzeitig zuverlässig und konsistent bleibt. Es gibt zahlreiche Arten, wie Sie die Pipettiereffizienz verbessern können, einschließlich der Verwendung von Mehrkanalpipetten und/oder elektronischen Pipetten. Ob eine Mehrkanalpipette oder eine elektronische Pipette Ihre Arbeit positiv beeinflussen kann oder nicht, hängt von den folgenden Kriterien ab:

Welche Gefäße verwenden Sie? Die Übertragung von Proben zwischen verschiedengroßen Laborutensilien kann schnell mühsam und fehleranfällig werden, wenn eine Einkanalpipette verwendet wird. Mehrkanalpipetten erlauben Ihnen im Handumdrehen die Übertragung von mehreren Proben gleichzeitig. Dies hilft Ihnen nicht nur, viel effizienter zu arbeiten, sondern verhindert auch Pipettierfehler und RSI-Erkrankungen (repetitive strain injury, z. B. Sehnenscheidenentzündungen).

Einige Pipetten sind sogar dazu imstande, den Abstand zwischen den Spitzen während des Pipettierens zu ändern, so dass parallele Übertragungen mehrerer Proben zwischen Laborgefäßen verschiedener Größen oder Formate ermöglicht warden.

Lesen Sie hier, wie Sie durch die Verwendung von VOYAGER-Mehrkanal-Pipetten Arbeitsstunden sparen können.

Wiederkehrende Aufgaben: Wenn Sie mehrere aliquote Teile des gleichen Volumens verteilen möchten, kann eine elektronische Pipette eine große Hilfe sein, indem wiederholtes Dispensieren ohne erneutes Befüllen der Pipettenspitzen ermöglicht wird. Lernen Sie hier wie Sie die elektronischen VIAFLO-Pipetten für hoch repetitive Aufgaben nutzen können.

Vielseitigkeit: Elektronische Pipetten bieten zahlreiche verschiedene Funktionen wie umgekehrtes Pipettieren, variables Dispensieren, Verdünnungsreihen und viele andere an, die Ihre Pipettieraufgaben effizienter machen.

 

VOYAGER II Tip Spacing Pipette with movable tips for high ergonomics
Der Griff der VOYAGER Pipette lässt sich drehen, was zu einer verbesserten Ergonomie beiträgt

Ergonomie am Arbeitsplatz

Pipettieren ist eine der häufigsten Labortätigkeiten und Laborfachkräfte verbringen oft mehrere Stunden täglich mit dieser Aufgabe. Dies kann Unbehagen verursachen, oder in den schlimmsten Fällen sogar zur Überbeanspruchung der Hände und Arme führen. Um diese potentiellen Risiken zu vermeiden, beachten Sie bitte die folgenden Eigenschaften bei der Auswahl einer Pipette:  

Gewicht: Verwenden Sie Mikropipetten, die leicht und gut ausgewogen sind, mit ihrem Massenschwerpunkt im Zentrum für eine bessere Stabilität.

Kraft zum Einsetzen und Auswurf der Spitzen: Das Einsetzen und der Auswurf der Pipettenspitzen benötigt häufig mehr Kraft als das Pipettieren an sich, und stellt ein potentielles Risiko für Überbeanspruchungen dar, besonders bei Aufgaben mit einem hohen Durchsatz. Pipettenspitzen sollten mit minimalem Kraftaufwand in ihre Position einrasten, eine sichere Verbindung aufweisen und genauso leicht wieder abzuwerfen sein.

Gute Griffigkeit: die Pipette sollte bequem in die Hand passen, sowohl für Links- als auch für Rechtshänder.

Einstellung des Volumens: Die Volumeneinstellung sollte so bequem und schnell wie möglich sein, um eine unnötige Belastung der Hände zu vermeiden.

Das Ziel jeder auf Ergonomie ausgerichteten Aufgabe sollte darin bestehen, die Pipette so kurz wie möglich in der Hand zu halten.

 

Erfahren Sie hier, wie der ASSIST-Pipettierassistent Ihre Pipettierarbeiten automatisieren kann.

 

 

 

Testen Sie Ihr Wissen und nehmen Sie an unserem Quiz teil!

Welche Pipette wählen Sie für wässrige Lösungen?
Was ist Präzision?

Bewerten Sie die folgenden Pipetten nach ihrer Präzisionsleistung beim Pipettieren von 100 µl:
Fragen gut mittel schlecht
Wie können Sie mehrere Proben effizient zwischen Laborgefäßen verschiedener Größen und Formate übertragen?

Wie können Sie mehrere Proben effizient zwischen Laborgefäßen verschiedener Größen und Formate übertragen?
Wie lassen sich Beschwerden oder Entzündungen im Arm aufgrund intensiven Pipettierens vermeiden?
Wie lassen sich Beschwerden oder Entzündungen im Arm aufgrund intensiven Pipettierens vermeiden?
(mehrere Antworten möglich)
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