Auf dem Weg zu Netto-Null
Vor drei Jahren haben wir uns der SBTi angeschlossen, einer Partnerschaft zwischen dem Carbon Disclosure Project, dem UN Global Compact, dem World Resources Institute und dem World Wide Fund for Nature (WWF). Ziel dieser Initiative ist es, Best Practices für groß angelegte Klimaschutzmaßnahmen im privaten Sektor zu fördern. Die an der Initiative teilnehmenden Unternehmen legen Ziele für die Reduktion von Emissionen in Bezug auf drei Einflussbereiche, sogenannte Scopes, fest:
- Scope 1 umfasst alle direkten Emissionen aus eigenen oder kontrollierten Quellen, beispielsweise Geschäftsreisen mit Firmenwagen oder den Einsatz von Brennstoffen in Heizungsanlagen.
- Scope 2 umfasst alle indirekten Emissionen aus der Produktion der vom Unternehmen eingekauften und verbrauchten Energie.
- Scope 3 umfasst alle anderen indirekten Emissionen innerhalb der Lieferkette, von vorgelagerten Prozessen bei der Rohstoffgewinnung bis hin zu nachgelagerten Prozessen wie Vertrieb, Nutzung und der End-of-Life-Behandlung von Produkten.
Aber was muss man tun, um diese Ziele zu erreichen?
Wo fängt man an?
Wenn man sich auf den Weg in Richtung Netto-Null macht, taucht schnell eine Frage auf: Wo fängt man an? Wie lassen sich die Problembereiche identifizieren und Daten effizient sowie kostengünstig erfassen, ohne dass dafür eine große Anzahl von Mitarbeitenden benötigt wird? Wir haben eine Partnerschaft mit einer führenden Klimaschutzorganisation, der Stiftung myclimate, geschlossen, die uns Schritt für Schritt dabei unterstützt hat, unseren CO₂-Fußabdruck zu berechnen, die Daten zu analysieren und Maßnahmen zur Reduktion unserer CO₂-Emissionen umzusetzen. Die relevanten Unternehmensdaten wurden mithilfe einer Softwarelösung zur maßgeschneiderten Erfassung, Analyse und Auswertung von Nachhaltigkeitsdaten sowie zum integrierten CO₂-Management erfasst. Auf diese Weise konnten wir Emissionsinventare gemäß dem Greenhouse Gas Protocol (GHG) erstellen, Hotspots identifizieren, SBTi-konforme Reduktionsziele festlegen (Abbildung 1) und einen klar strukturierten Reduktionsplan erarbeiten.
Große Fortschritte erzielt
Mit Unterstützung von myclimate haben wir bereits große Fortschritte bei der Erreichung unserer Emissionsziele gemacht,1 darunter:
- Eigenproduktion von 970 Megawattstunden Solarstrom pro Jahr
- Steigerung des Anteils erneuerbarer Energien von 48 % auf 98 % seit 2021
- Senkung der Scope-3-Emissionen gemessen am Umsatz um 28 %, insbesondere durch die Halbierung des Luftfrachtvolumens, Materialeinsparungen bei den Verpackungen von Pipettenspitzen (50 %) und die Förderung von E-Mobilität durch firmeneigene Ladestationen
Für die Zukunft planen wir, recyceltes Polyethylenterephthalat (rPET) – eine nachhaltige Alternative zu neuem PET – für unsere Produkte zu verwenden.
Verbesserte Transparenz
Die Ermittlung des CO₂-Fußabdrucks des Unternehmens war erst der Anfang. Wir nehmen außerdem am Programm My Green Lab® ACT® Ecolabel teil, um die von unseren Kundinnen und Kunden geforderte Transparenz zu gewährleisten. Das ACT-Programm – für „Accountability, Consistency and Transparency“ (Verantwortlichkeit, Konsistenz und Transparenz) – nutzt ein wissenschaftlich fundiertes, gewichtetes 100-Punkte-Bewertungssystem, das die Umweltauswirkungen eines Produkts in Bezug auf Energieverbrauch, Materialien, chemische Gefahren und Entsorgungsmöglichkeiten bewertet. Außerdem werden die Produktionsstätten und das Engagement der Unternehmen bei der Reduktion von Treibhausgasemissionen bewertet. Die Daten und Angaben zur Nachhaltigkeit werden von einer unabhängigen Stelle geprüft, und das Produkt erhält – je nach Ergebnis – den Status Bronze (ab 40 Punkten), Silver, Gold, Platinum oder Green (100 Punkte).
Hohe Standards, geringe Umweltbelastung
Wir haben in den letzten Jahren viele Fortschritte im Bereich der Nachhaltigkeit erzielt und sind stolz auf alles, was wir bisher erreicht haben. Doch dies ist erst der Anfang. Wir überprüfen kontinuierlich unsere Produkte, Anlagen und Unternehmensverpflichtungen, um die Nachhaltigkeit zu steigern und die Transparenz für unsere Kundschaft zu verbessern. Wir haben schon viel erreicht, aber wir wollen noch mehr tun, um die Welt, in der wir leben, zu schützen.
Auf unserer Nachhaltigkeitsseite erfahren Sie mehr über die Maßnahmen und Zukunftspläne von INTEGRA.
*Mai 2026