Ein Beitrag im Kampf gegen Hirntumore

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Ein Beitrag im Kampf gegen Hirntumore

Kindliche Hirntumore sind glücklicherweise selten. Trotz aller Fortschritte in den letzten Jahren gehen sie jedoch oft mit einer schlechten Prognose und niedrigen Überlebensraten einher. Dr. Alexander Beck arbeitete als Fellow in der pädiatrischen Neuroonkologie in Boston, USA, bevor er nach Deutschland zurückkehrte und an der Ludwig-Maximilians-Universität München ein Labor gründete, das sich auf pädiatrische Hirntumore und die Translation von Medikamenten konzentriert. Er erklärt: „Der Großteil unserer Arbeit beruht auf Spenden und jede Spende zählt. Unser Hauptaugenmerk liegt auf dem diffusen intrinsischen Ponsgliom, einem Hirntumor, der normalerweise bei Kindern im Alter von fünf bis neun Jahren auftritt und bei dem es kein signifikantes Langzeitüberleben von mehr als fünf Jahren gibt. Fortschritte in diesem Bereich sind sehr schwierig zu erreichen und deswegen liegt der Schwerpunkt auf der schnellen Translation von Medikamenten, die wir den Kindern jetzt geben können. Wir suchen nach zugelassenen Medikamenten, die wir umfunktionieren können. Gleichzeitig arbeiten wir mit Pharmaunternehmen zusammen, um neue Therapeutika zu entwickeln.“

Projektverändernde Instrumente

„Der ASSIST PLUS-Pipettierroboter ist zweifellos das Gerät, das sich am meisten auf unsere Arbeit ausgewirkt hat. Ich glaube nicht, dass es da sonst noch etwas anderes gibt, was die gleichen Funktionen hat – insbesondere nicht in diesem Preissegment. Wir machen sehr viele Zellkulturen und haben für den ASSIST PLUS einen Arbeitsprozess, mit dem wir jede Woche eine Vielzahl von Arzneimitteln testen. Am Anfang beimpfen wir damit 96- oder 384-Well-Platten mit Tumorzellen, dann führen wir Medikamentenverdünnungen und die medikamentöse Therapie durch. Zum Schluss wird das System dann für Viabilitäts-Assays verwendet. Wir können 20 bis 30 Platten pro Woche testen – einen viel höheren Durchsatz als bei der manuellen Bearbeitung, wo wir zwei Platten pro Woche schaffen. Gleichzeitig stehen durch die Automatisierungsfunktionen mehr Zeit für andere Aufgaben zur Verfügung.“

Die Erstellung von automatischen Pipettierprotokollen ist mit dem ASSIST PLUS-Pipettierroboter und der VIALAB-Software unkompliziert. Dr. Beck fügt hinzu: „Die Software ist äußerst intuitiv – die Anwendung ist so einfach wie bei einem Smartphone – und wir können damit auch Programme simulieren. So können wir Fehler vermeiden, bevor sie gemacht werden. Medizinstudenten haben nicht immer viel Laborerfahrung, aber dank unserer Automation müssen wir sie nur in die grundlegenden Zellkulturmethoden einweisen. Der Rest wird dann vom Roboter erledigt, was ein enormer Vorteil in Bezug auf die Reproduzierbarkeit ist.“

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